„Dynamische Urteilsbildung kurzgefasst"
Das Modell der Dynamischen Urteilsbildung zeigt, wie Urteile bewusst und idealerweise gebildet werden. Mit dem Begriff „Urteile“ sind Beurteilungen jeder Art gemeint.

Drei Charakteristika der Dynamischen Urteilsbildung sollen besonders betont werden:
  1. Die Dynamische Urteilsbildung macht als ganzheitliches Modell deutlich, welche Aspekte wir berücksichtigen müssen, um zu fundierten und ausgewogenen Urteilen zu gelangen. Sie ist aufgebaut auf den fünf menschlichen Grundfähigkeiten:
    Wahrnehmen – Denken – Fühlen – Wollen – Handeln.

  2. Wesentlich für die Dynamische Urteilsbildung ist es, konstruktive Fragen zu stellen. Sie ist ein Frageweg, der damit beginnt, ein Problem nicht als Problem anzusehen, sondern als Frage.

  3. Um die Zentrale Ausgangsfrage bewegt sich der Urteilsbildungsprozess dynamisch mit gezielten Fragen zu unseren Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühlen, Zielen und Mitteln und Wegen.
Meist wird dieser dynamische Prozess als sehr belebend empfunden. Beteiligte äußern oft, dass sie sich nach der Dynamischen Urteilsbildung klarer im Denken, ausgeglichener in den Gefühlen und motivierter zum Handeln fühlen.

Anwenden kann man die Dynamische Urteilsbildung als Einzelperson, Paar oder Gruppe beruflich wie privat in jeder Art von Urteilsbildung und Entscheidungsfindung, in der Kommunikation und Gesprächsführung, in der Mediation (Vermittlung im Konflikt), in Coaching, Supervision, im Projektmanagement und in der Organisationsentwicklung.

Die Dynamische Urteilsbildung wurde von dem Soziologen Dr. Alexander H. Bos entwickelt, der sich als Organisationsentwickler über 50 Jahre mit dem Thema Urteilsbildung beschäftigt hat.


Gabriele Zimmermann im Juli 2013
[<<< zurück]